„Ich pinkel nur im Stehen, mach im Bus die Beine breit
Ich hätte gern ‘ne Harley und ich hör‘ ‚Born to Be Wild‘“

Rebell EP bestellen

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Dem Quartett „Kaktus Klub“ gelingt es auf der EP „Rebell“ mit nur sechs Tracks, ein ungeahnt breites musikalisches Spektrum aufzuspannen: Von Rock über Irish Folk, von 90er-Jahre-Deutschrap über Punk, bis hin zu jazzigem Bossa Nova. Immer stiltreu, immer für einen Ohrwurm gut – und dennoch überraschend.

Denn einerseits sind ihre Stücke so gefällig, dass man sie problemlos auch im Radio nebenher hören könnte – das hat man selten im Musikkabarett. Andererseits sind sie so randvoll mit sarkastischem Witz und mit musikalischer Parodie, sodass auch konzentriertes Hinhören lohnt.

Kaktus Klub sind jahrelang als Musikkabarett durch vor allem süddeutsche Clubs und Kleinkunstbühnen getourt, Hauptattraktion war Matthias Kaufmanns täuschend echte Schlagzeugimitation. Sie haben lange gebraucht, ihre Bühnenformel von „Musik und Satire“ in Studiomusik zu übersetzen, in der die meisten Instrumente echt sind und nicht imitiert. Aber das jahrelange Feilen hat sich gelohnt.

„Oft wollen wir uns zunächst einfach über einen bestimmten Musikstil lustig machen. Doch je mehr wir uns vertiefen, desto mehr Spaß finden wir an dem Stil“, erklärt Matthias Kaufmann, der sich hier „Special K“ nennt, die meisten Stücke produziert hat und häufig als Leadsänger in Erscheinung tritt. „So hätten wir nie gedacht, das wir mal voller Wonne eine Punk-Nummer spielen würden.“

Ziel des Kaktus Klubs ist es, so Kaufmann, „musikalischen und textlichen Witz zu verbinden“. Zum Beispiel handelt das Titellied von falsch verstandenem Rebellentum, das oft doch nichts weiter als ein Konsumstil ist und in seiner Harmlosigkeit peinlich. Erzählt wird das als Rock-Nummer mit Irish-Folk-Anleihen, einer Musik also, die sich oft besonders klischeehaft dem Rebellentum widmet, anders als echter Irish Folk. Überdrehter Höhepunkt des Songs ist eine irische Stepptanzeinlage.

Nach der Einstandssingle „Wonderful X-mas Time“ von 2015 (Video siehe unten), mit der Kaktus Klub sich doppelbödig über die alljährliche Flut an Weihnachtspopmusik lustig machten, ist „Rebell“ eine vielseitige Neuveröffentlichung. Und macht einfach mordsmäßig Spaß.


Kaktus Klub sind:

Matthias „Special K“ Kaufmann – Lead und Background Gesang, Rap, Schlagzeug-Imitation, Wahwah-Gitarren-Imitation, Shaker-Imitation, Perkussion, Tin Whistle, Bass und Drum Programmierung, Keyboards

Helmut Lang – Akustische und elektrische Gitarren, Lead und Background Gesang, Rap, Bass

Johannes Lorentzen – Lead Vocals, Rap, Akkordeon

Andreas Voigt – Keyboards, Orgel, Piano, Akkordeon, Tambourin, Percusssion und Drum Programmierung, Background Gesang